Die zweite Stage der Pacific-Liga 2026 ist auf vier Teams und drei Spieltage in der Sajik Indoor Gymnasium in Busan zusammengeschrumpft — und das Bracket, das dort angekommen ist, hat kaum noch etwas mit dem zu tun, was im Juli erwartet wurde. Die beiden größten Namen der Region sind längst draußen. In der oberen Bracket-Hälfte stehen ein Play-in-Qualifikant und ein Roster, das drei Jahre lang belächelt wurde. Wer für das Abschlusswochenende der Valorant-Saison im Pacific eine Wette baut, hat kaum belastbare Form als Grundlage.
Nongshim und Global Esports kämpfen um den kurzen Weg
Nongshim RedForce kam über die Play-ins und lieferte dann genau das, was niemand eingepreist hatte: 2-0 gegen Paper Rex in der ersten Runde des Upper Brackets, danach 2-1 gegen Gen.G im Upper Semifinal — und damit das Ticket ins Upper Final am 4. September. Zwei der etabliertesten Organisationen der Region wurden also von einem Team ausgeschaltet, das sich die Playoffs erst mühsam erarbeiten musste. Rb, Dambi, Francis, Ivy und Xross machen die Arbeit.
Global Esports nahm den ruhigeren Weg. Platz zwei in der Alpha-Gruppe, ein knappes 2-1 gegen KIWOOM DRX im Upper Ro16, danach ein glattes 2-0 über VARREL. Autumn, UdoTan, Kr1stal, xavi8k und PatMen haben in diesen Playoffs noch keine Serie abgegeben — ein Satz, den man über diese Organisation selten schreiben kann.
Der Sieger des Upper Finals steht direkt im Grand Final am 6. September. Der Verlierer fällt einen Tag vorher ins Lower Final und muss zweimal zusätzlich gewinnen.
T1 ist das Problem im Lower Bracket
Auch T1 kam über die Play-ins — und spielt seither das saubeste Valorant im Bracket. In der ersten Lower-Runde gab es ein 2-0 gegen KIWOOM DRX, danach ein 2-0 gegen Gen.G, das den teuersten Pacific-Kader des Jahres auf Platz 5-6 beendete. Am 4. September wartet VARREL, das sich mit einem 2-1 gegen Paper Rex am Leben hielt, nachdem Global Esports es aus dem Upper Bracket gefegt hatte.
Ein von stax geführtes T1, das sich durch das Lower Bracket arbeitet, ist in dieser Region ein bekanntes Muster — und der Grund, warum das Upper Final niemand als Krönungsmesse behandeln sollte.
Worum es tatsächlich geht
Die Stage ist mit 250.000 US-Dollar dotiert: 100.000 für den Sieger, 65.000 für Platz zwei, 40.000 für Platz drei und 25.000 für Platz vier. Wichtiger ist, dass die Preisübersicht des Events die beiden ersten Plätze mit Startplätzen bei Valorant Champions verknüpft — Champions 2026 läuft vom 24. September bis 18. Oktober in Shanghai. Laut der Playoff-Berichterstattung von VLR war Nongshims Shanghai-Platz bereits vor dem Upper Final gesichert. Das verschiebt vor allem, worum die anderen drei noch spielen; den Druck nimmt es nicht raus.
Warum die Quoten unangenehm sind
Direkte Vergleiche gibt es kaum, und die vorhandenen sind veraltet. Nongshims Playoff-Siege kamen gegen Gegner mit deutlich längerer internationaler Vita, Global Esports übertrifft die eigene historische Grundlinie seit Wochen, und T1 wirkt von den vier Teams am stärksten — sitzt aber in der schlechtesten Bracket-Position. Diese Mischung führt bei Esports-Buchmachern in den ersten Stunden nach jedem Bracket-Update regelmäßig zu weit auseinanderliegenden Quoten, bevor sich die Linien auf einen Marktkonsens einigen. Wer für den Busan-Endspurt ein neues Konto eröffnet, sollte vorher die Umsatzbedingungen von Willkommensangeboten lesen: Best-of-Three-Märkte in Valorant sind schnell abgerechnet, und eine hastig platzierte Qualifikationswette ist leicht verschenkt.
Drei Partien stehen noch aus: Upper Final und Lower Round 3 am 4. September, das Lower Final am 5. September und das Grand Final am 6. September.
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