Das International 2026 beginnt am 13. August mit seiner Gruppenphase im Schweizer System – und zum ersten Mal seit 2019 wird das Aegis of Champions auf chinesischem Boden vergeben. Valve hat alle 16 Teams für das Oriental Sports Center in Shanghai bestätigt, und die Art, wie dieses Feld zustande kam, prägt in den nächsten zehn Tagen auch den Blick auf den Outright-Markt bei Dota-2-Wetten.
Sieben Einladungen, neun Qualifikationsplätze
Valve vergab in diesem Jahr nur sieben Direkteinladungen, eine weniger als beim TI 2025, und schob den freien Platz in die regionalen Qualifikationen. Team Falcons, Team Liquid, Xtreme Gaming, Aurora Gaming, Team Yandex, BoomBoys (das BetBoom-Roster) und Iron Wing – die Organisation, die das frühere Aufgebot von Tundra Esports übernommen hat – sicherten sich diese Plätze über ihre Saisonleistung. Aurora und Yandex gewannen jeweils ein Tier-1-Turnier, Xtreme Gaming reihte über mehrere Events tiefe Läufe aneinander. Große Diskussionen löste die Einladungsliste entsprechend nicht aus.
Spannender sind die neun Qualifikanten. Europa spielte erstmals eine einzige vereinheitlichte Qualifikation aus: Ost und West wurden zu einer Region mit 16 Teams und vier Startplätzen zusammengelegt. Durchgesetzt haben sich Team Spirit, TEAM VISION (das Roster tritt unter dem Namen PARIVISION an), Nigma Galaxy und HULIGANI. Aus China kommen Vici Gaming und Team Resilience, OG holte das einzige Ticket in Südostasien, GamerLegion gewann Nordamerika und LGD Gaming setzte sich in Südamerika durch.
Die Favoriten bleiben die üblichen
Falcons reisen als Titelverteidiger an, nachdem sie im Vorjahresfinale in Hamburg Xtreme Gaming mit 3:2 bezwungen hatten. Spirit ist weiterhin das dekorierteste Roster der jüngeren Ära. Dass ausgerechnet Spirit und PARIVISION über die Qualifikation kommen mussten statt eine Einladung zu erhalten, sagt mehr über die Dichte der neuen europäischen Region aus als über die Obergrenze dieser beiden Teams. Bei den meisten Esports-Buchmachern dürften sie gemeinsam mit Falcons die Spitze der Wettboards belegen.
Drei Aspekte, die man im Auge behalten sollte
Erstens die Heimfrage: China hat das Aegis seit Wings Gaming im Jahr 2016 nicht mehr geholt. Xtreme Gaming, Vici Gaming und Team Resilience spielen vor einem Publikum, das seit einem Jahrzehnt darauf wartet. Das letzte International in China endete 2019 damit, dass OG in Shanghai mit 3:1 gegen Team Liquid gewann.
Zweitens tritt LGD Gaming nach der Sperre von TaiLung mit Topson auf der Midlane an. Ein derart später Rosterwechsel macht die Formkurve schwer einschätzbar, was bei den frühen Partien meist zu breiteren Margen führt.
Drittens das Format: 16 Teams werden über vier Tage auf acht reduziert. Ergebnisse verdichten sich also schnell, und die Märkte zur Gruppenphase können zwischen den Spieltagen deutlich springen. Die Schweizer Runde läuft vom 13. bis 16. August, die verbleibenden acht Teams ziehen weiter, das Hauptevent folgt vom 20. bis 23. August.
Wer eigens für das TI ein Konto eröffnet, sollte vorher die Bedingungen zum Willkommensbonus lesen. Outright-Wetten vor Turnierbeginn zählen nicht immer zu den Umsatzanforderungen, und die Abrechnung kann bis zur Pokalübergabe zurückgehalten werden.
In seiner 15. Auflage setzt das International weiterhin die Messlatte für Dota 2 als Wettprodukt. Shanghai dürfte daran nichts ändern.
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