Kenny beendet Karriere im Call-of-Duty-Esport: 11 Jahre und zwei WM-Titel

Eines der bekanntesten Gesichter der Call-of-Duty-Esport-Szene hört auf. Am 15. Oktober 2026 hat Kenneth „Kenny“ Williams Jr., 27 Jahre alt, Amerikaner mit philippinischen Wurzeln und vor allem für seine Zeit bei OpTic bekannt, auf X sein Karriereende im kompetitiven Call of Duty verkündet – nach 11 Jahren.

„Die Liebe zum Spiel verloren“

Kenny war bei seiner Begründung ehrlich: Ihm sei schlicht die Leidenschaft für den Titel abhandengekommen, und das Spiel habe ihm etwa zwei Jahre lang keine Freude mehr bereitet. Modern Warfare 4 gab er noch eine Chance, entschied sich dann aber gegen ein Weitermachen. Die Entscheidung sei ihm nicht leichtgefallen, und er wollte ein schlechtes Ende seiner Laufbahn vermeiden.

Künftig konzentriert er sich auf Content Creation. Am 11. August 2026 kehrte er als Creator zu OpTic zurück, und das Hosten von Watch Partys hat ihm geholfen, den Spaß am Gaming wiederzufinden. In der Offseason trat er außerdem in Apex Legends an, unter anderem bei ALGS Open, Pro-League-Qualifiern und dem Nations Cup. Der Lebensstil gebe ihm mehr Freiheit und mehr Zeit mit seiner Frau – das Aus bei CoD muss also nicht das Ende seiner Esport-Geschichte bedeuten.

Eine Karriere mit zwei Weltmeistertiteln

Sein LAN-Debüt feierte Kenny 2015 beim UMG Dallas in der Advanced-Warfare-Ära mit ROD Squad. Der Durchbruch kam 2020 bei OpTic Gaming Los Angeles, wo er den Ingame-Namen „Kuavo“ annahm. 2022 wechselte er zu den LA Thieves und gewann mit Octane, Envoy und Drazah die CDL Champs – inklusive MVP-Auszeichnung des Turniers.

Im Juli 2023 kehrte er zum Texas-Roster von OpTic zurück, zusammen mit Shotzzy, Dashy und Pred. Das Team holte 2024 die Call of Duty League Championship, seinen zweiten WM-Titel. Insgesamt gewann er zehn Majors. Die letzten Jahre verliefen holpriger: Im März 2025 nahm OpTic Texas ihn vor CDL Major 2 aus der Startaufstellung, nach Stationen bei Minnesota ROKKR und den LA Thieves wurde er am 5. Februar 2026 nach einem Top-6-Ergebnis bei Major 1 aus dem Starting Roster der Thieves entlassen.

Bandana und „Kyloken“

Neben den Pokalen hinterlässt Kenny eine unverwechselbare Persönlichkeit. Sein Bandana wurde zum Markenzeichen, und nachdem er bei den Thieves auf die Rolle der Haupt-Assault-Rifle wechselte, tauften ihn Fans „Kyloken“ – eine augenzwinkernde Anspielung auf Kylo Ren und dessen Wandel zur dunklen Seite. Kenny möchte vor allem für sein Lächeln und die Freude in Erinnerung bleiben, die er beim Spielen ausstrahlte.

Was das für die Szene bedeutet

Kennys Abschied reiht sich in eine turbulente Offseason voller Roster-Bewegungen ein. Für Fans zeigt er, wie schnell Topspieler weiterziehen können. Wer seine CoD-Teams gern per Wette begleitet, sollte vor der neuen Saison die Esports-Buchmacher vergleichen, denn Quoten und Märkte verändern sich oft, sobald die Rosters feststehen.

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