Beim siebten Anlauf hat es geklappt. Anyone’s Legend haben Bilibili Gaming am 13. September im LPL-Finale 2026 mit 3:1 geschlagen und die chinesische Meisterschaft gewonnen – nachdem sie in diesem Jahr zuvor jede einzelne Serie gegen BLG verloren hatten. Der Sieg bringt AL Chinas ersten Seed für die Worlds 2026 und beendet BLGs Versuch, alle drei nationalen Titel einer Saison abzuräumen. Jungler Tarzan wurde zum Finals-MVP gewählt, nachdem er die ersten beiden Spiele fast im Alleingang getragen hatte.
Eine Saison der Fast-Erfolge zahlt sich endlich aus
Über weite Strecken des Jahres 2026 waren AL das Team, das auf dem Papier stark aussah und im Bracket regelmäßig scheiterte. In Split 1 beendeten sie die reguläre Saison in Gruppe S mit 8:2 auf Platz eins – und wurden am Ende Vierter. Split 2 endete erneut auf Rang vier. Split 3 war auf dem Papier sogar noch weniger überzeugend: 8:6 und wieder Platz vier in der Gruppe Ascend. In den Playoffs der League-of-Legends-Liga machte es dann aber klick: Ein 3:1 gegen LGD brachte AL ins Upper-Bracket-Finale, wo BLG sie nur sechs Tage vor dem großen Finale mit 3:0 abfertigten.
Diese Niederlage war bereits die sechste in Serie gegen Bilibili im Jahr 2026 und schickte AL ins Lower Bracket, wo Invictus Gaming sie über die volle Distanz von fünf Spielen zwangen. AL retteten sich mit 3:2 – Tarzan wurde erneut Spieler der Serie – und sicherten sich damit das Rematch sowie mindestens den zweiten Worlds-Seed.
Tarzans Lehrstunde im Jungle
Das Finale selbst war früh entschieden. Tarzan holte sich in beiden Auftaktsiegen den MVP-Titel: mit einer 7/2/5-Qiyana in Spiel eins und einem makellosen 8/0/6-Cho’Gath in Spiel zwei. BLG verkürzten auf 1:2, doch im vierten Spiel übernahm AL-Botlaner Hope auf Miss Fortune und bestrafte jedes Engage, das Kael und Tarzan vorbereiteten. Das 3:1 ist ALs zweiter LPL-Titel nach dem Split-2-Triumph 2025 – und der deutlich wertvollere, denn an ihm hängt Chinas Top-Seed für die Worlds.
Was das für die Worlds 2026 bedeutet
AL reisen als LPL-Seed eins zur Weltmeisterschaft, BLG als Seed zwei. Top Esports und Invictus Gaming spielen den dritten Platz aus; der Verlierer trifft anschließend auf den Sieger der Partie Team WE gegen JD Gaming, in der es um den vierten und letzten chinesischen Startplatz geht. Alle vier LPL-Vertreter überspringen in diesem Jahr die Vorrunde und steigen direkt in die Swiss Stage ein, die am 23. Oktober in Allen, Texas, beginnt.
Daraus ergibt sich ein spannender Outright-Markt. Gen.G kommen als zweifache LCK-Champions in Folge aus Korea und sind der natürliche Favorit, und BLG waren über die Saison hinweg das konstantere chinesische Team – doch AL sind diejenigen, die den Pokal und das bessere Seeding in der Hand halten. Wer abwägt, ob die LPL-Champions ein Value-Tipp oder ein einmaliger Lauf sind, sollte im Hinterkopf behalten, dass der direkte Vergleich weiterhin mit sechs zu eins für Bilibili spricht. Wer sich vor der Swiss Stage eine Worlds-Bankroll aufbauen möchte, kann Willkommensboni für neue Konten vergleichen, die vor großen internationalen Events erfahrungsgemäß am großzügigsten ausfallen.
Das Wichtigste in Kürze
AL sind LPL-Champions und gehen mit Schwung und dem chinesischen Top-Seed in die Worlds, ihre Stichprobe gegen absolute Spitzenteams ist allerdings klein. BLGs Dominanz über das Jahr macht sie trotz der Finalpleite zu einem starken Kandidaten für einen tiefen Run. Und weil alle vier LPL-Teams direkt in der Swiss Stage antreten, wird Chinas Tiefe vom ersten Tag an geprüft statt in einem Play-in. Sobald die verbleibenden zwei Seeds in den kommenden Tagen feststehen, dürften sich die Vorab-Quoten auf das LPL-Kontingent noch einmal bewegen.
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