Die Dota 2-Endrunde des Esports World Cup 2026 in Paris ist entschieden – und das Turnier mit 2 Millionen Dollar Preisgeld hat ein Ergebnis geliefert, das die Saison neu ordnet. PVISION holten den Titel mit einem 3:1 gegen BB Team im Best-of-Five-Finale und sicherten sich 750.000 Dollar sowie 1.000 Club Points. Titelverteidiger Team Spirit war dagegen schon im Viertelfinale raus.
PVISION wirkten nie wacklig
Von den 24 Teams, die am 7. Juli in Paris antraten, kamen nur vier als Gruppensieger direkt in die Playoffs. PVISION waren eines davon: 4-1-0 in Gruppe C bei 9:1 Maps, inklusive eines 2:0 gegen Vici Gaming und einer geteilten Serie gegen Team Spirit. Der Gruppensieg war entscheidend, denn Satanic, No[o]ne-, Noticed, 9Class und Dukalis konnten die Survival Stage im K.-o.-Format komplett auslassen und ausgeruht in das Bracket starten.
Danach lief es sauber: 2:0 gegen Rune Eaters im Viertelfinale, 2:1 gegen Team Yandex im Halbfinale, dann das Finale gegen BB Team. Die Gegner kamen aus der Gegenrichtung, hatten die Survival Stage überstanden und Nigma Galaxy sowie Vici Gaming ohne Map-Verlust geschlagen – im längeren Best-of-Five ging dieser Schwung dann aus.
Team Spirits Titelverteidigung endete früh
Spirits Paris-Reise prägte die zweite Turnierhälfte. Als Zweiter der Gruppe C hinter PVISION mussten sie in die Survival Stage, setzten sich dort knapp mit 2:1 gegen Team Liquid durch und verloren im Viertelfinale 0:2 gegen Team Yandex. Damit landeten sie gemeinsam mit Nigma Galaxy, Team Falcons und Rune Eaters auf den Plätzen 5 bis 8 – je 70.000 Dollar.
Das Aus von Falcons war fast die größere Überraschung. Die amtierenden The-International-Champions gewannen Gruppe A mit 4-1-0 und verloren dann 0:2 gegen Vici Gaming, das chinesische Qualifikanten-Team um die TI6-Sieger Bach und y`. Vici zogen bis ins Halbfinale ein und wurden Vierter für 120.000 Dollar.
Die Integritätsgeschichte mitten im Turnier
Es gab auch eine Schlagzeile abseits des Servers: PlayTime wurden aus dem Turnier genommen, nachdem die ESIC vorläufige Sperren gegen Midlaner DarkMago und Coach Vintage wegen eines Integritätsverstoßes ausgesprochen hatte. Ihre Survival-Stage-Serie gegen Vici Gaming endete per Forfait. Für Wettende steckt darin eine praktische Lektion: Buchmacher behandeln Walkover und entfernte Teams unterschiedlich. Vor einem Event dieser Größe lohnt sich ein Blick in die konkreten Regeln zu Forfaits.
Was das für die TI-2026-Märkte bedeutet
Das Teilnehmerfeld von The International 2026 steht mit 16 Teams bereits fest, und das EWC-Ergebnis passt nicht ganz zur Setzlogik. Falcons, Team Liquid, 1win Team, Aurora Gaming, Xtreme Gaming, Team Yandex und BoomBoys (BetBoom) halten die sieben Direkteinladungen von Valve. Spirit und PVISION – die bei TI unter dem Namen TEAM VISION spielen – mussten beide durch die vereinheitlichte Europa-Qualifikation und reisen entsprechend nicht als unantastbare Favoriten an.
Drei Punkte, die man einpreisen sollte: PVISION haben nun einen Tier-1-Titel und einen fehlerfreien Bracket-Run im Rücken. Spirit haben beim größten Sommer-Event gegen Gegner auf Yandex-Niveau verloren und wirken in einem Best-of-Three schlagbar. Und Vici Gaming sind nach dem Auftritt in Paris deutlich stärker einzuschätzen als ein üblicher China-Qualifikant. Wer eine Outright-Position auf TI aufbaut, sollte die Form seit Juni höher gewichten als den Ruf aus der Vorsaison.
Ergebnisse, Tabellen und Preisgeldverteilung nach der Dota-2-EWC-2026-Berichterstattung von Dot Esports.
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