Ukraine-Krieg bringt FunPlus Phönix Team Probleme

Der Krieg in der Ukraine trifft nicht nur herkömmliche Sportarten. Auch eSport Teams und Wettanbietersind betroffen. Am krassesten hat es vermutlich den FunPlus Phönix Clan erwischt. Das Team muss bis auf weiteres auf Ingame-Leader Kyryll „ANGE1“ Karasyov verzichten. Wir haben Ihnen folgend alle relevanten Fakten bezügliches des Ukrainers zusammengestellt.

Kyryll „ANGE1“ Karasyov auf der Flucht

Kyryll „ANGE1“ Karasyov ist Ukrainer. Der 32jährige ist einer der besten Valorant Profis der Welt. Karasyov wohnt eigentlich in Kiew. Direkt nach Kriegsausbruch äußerste sich der Profi noch einmal via Twitter. „Heute sind die meisten Ukrainer, einschließlich mir, wegen Explosionen aufgewacht, und ich möchte nicht, dass irgendjemand dies jemals erlebt. Ich bin sehr stolz auf unsere Armee, unsere Regierung und unser Volk. Wir haben es geschafft, ruhig zu bleiben und uns zu wehren. Ich habe keine Ahnung, wie es enden wird, aber wir sollten vereint bleiben“, so „ANGE1“. Als Sicherheit gilt, dass Kyryll Karasyov die ukrainische Hauptstadt mittlerweile verlassen hat.

Die letzten Informationen besagen, dass er mehrere Tage in einem Bunker verbracht hat. An professionelle Valorant Auftritte mit FunPlus Phönix Team ist daher logischerweise nicht zu denken. Der Kapitän fällt auf unbestimmte Zeit aus.

Ersatz vorerst in Polen gefunden

Der FunPlus Phönix Clan hat in den zurückliegenden Tagen trotzdem gespielt. Ersatz hat das Team vorerst in Polen gefunden. „ANGE1“ wird bis auf Weiteres von Kamil „baddyG“ Graniczka ersetzt. Der Pole soll den Ukrainer vertreten und gleichzeitig dessen spielbestimmende Rolle einnehmen. Es hat sich gezeigt, dass „baddyG“ durchaus eine gewisse Qualität mitbringt, aber nicht wirklich mit „ANGE1“ zu vergleichen ist. Die Zukunft wird zeigen, ob Graniczka tatsächlich die gewünschte Alternativ-Lösung ist.

Schwedischer Head-Coach zur aktuellen Situation

Der FunPlus Phönix Clan ist in der Valorant Serie die einzige Mannschaft, in der ein Ukrainer spielt. Das Team ist daher wie kein anderer Clan betroffen. Laut Erik „d00mbr0s“ Sandgren, dem schwedischen Head-Coach, hat FunPlus Phönix seit dem Kriegsausbruch kein reguläres Training mehr mit Kyryll Karasyov absolviert. Der schwedische Trainer betonte, dass es im Schutzbunker natürlich keine funktionierende Internetverbindung gibt und die Prioritäten ohnehin anders gesetzt werden müssen. Natürlich versuche man zu helfen, doch Sandgren und den anderen Team-Mitgliedern sind die Hände gebunden. Laut dem Schwede können man tatsächlich nur abwarten und die Situation beobachten.

Kein Kontakt zu anderen Clans

Kontakt mit anderen Organisationen – wie dem ukrainischen Team Navi – hat es übrigens nicht gegeben. Erik Sandgren sagte, dass er nicht wisse, was dort los sei. Vielmehr sei er mit dem Veranstalter der Valorant Serie, Riot Games, in Verbindung, um die komplizierte, sportliche Situation zu lösen.

Spieler-Agentur erkämpft Lohnfortzahlung für „ANGE1“

Ein Punkt scheint zumindest vorerst geklärt. Die Lohnzahlungen an Kyryll Karasyov werden fortgesetzt, obwohl er nicht spielt. Die chinesischen Eigentümer von FunPlus Phönix hatten ursprünglich erklärt, dass die Zahlungen ausgesetzt werden. Nach dem Einschreiten der Spieler-Agentur „Prodigy Agency“ haben die Clan-Bosse aber einen Rückzieher gemacht. Jérôme Coupez, Chef der Prodigy Agency, hat FPX zum Umdenken gebracht. Unabhängig vom Spielstatus fließen die Gelder an den ukrainischen Profi weiter. Wann und wie „ANGE1“ wieder auf der Spielfläche erscheint, ist jedoch absolut offen.