MW4 Open Beta stellt Warzone auf neue Bewegungsregeln um – und setzt die Call-of-Duty-Form zurück

Infinity Ward hat am 28. August die Open Beta zu Modern Warfare 4 gestartet, und zum ersten Mal überhaupt liegt einer Call of Duty-Beta ein spielbarer Warzone-Modus bei. Der Test läuft bis zum 1. September auf PS5, Xbox Series X|S, PC über Steam, Battle.net und Xbox on PC sowie auf der Nintendo Switch 2 – eine Vorbestellung ist nicht nötig. Es ist der erste ehrliche Blick auf die Systeme, auf denen das kommende Wettbewerbsjahr aufgebaut wird.

Herzstück ist Zodiac, eine neue Resurgence-Karte in Südkorea, die sich um eine große Waffenfabrik legt. Sie bringt zehn Points of Interest mit und mehrere bewegliche Elemente in der Umgebung, darunter rotierende Solarpaneele und zwei Züge, die mitten durch die Karte fahren. Gebaut haben sie unter anderem die Teams hinter Rebirth Island und Vondel, und genau so liest sich das Layout: enge Innenraumkämpfe, aufgesetzt auf weite Industrie-Sichtlinien.

Die Bewegung ist die eigentliche Änderung

Die Beta streicht Omnimovement. Warzone orientiert sich in der Fortbewegung jetzt eng am MW4-Multiplayer, was Infinity Ward als bodenständiger und bewusster beschreibt, ohne das Tempo zu verlieren, das Resurgence-Spieler gewohnt sind. Der taktische Sprint bleibt erhalten. Diese eine Entscheidung verändert Rotationen, Re-Peeks und Nahkampfduelle stärker als jedes Waffen-Tuning, denn Omnimovement war die Mechanik, über die die besten Spieler des letzten Zyklus ihre Winkel aufgebrochen haben.

Die Waffen wurden eigens für Warzone neu abgestimmt statt einfach aus dem Multiplayer übernommen. Schadensreichweiten, Geschossgeschwindigkeit, ADS-Tempo, Sprint-to-Fire und Mobilität sind angepasst worden, die Time-to-Kill soll sich laut Infinity Ward für Umsteiger aus dem aktuellen Build aber vertraut anfühlen. Eigene Loadouts fehlen in der Beta komplett; gespielt wird mit vorgefertigten Standard-Sets und Bodenloot aus dem MW4-Arsenal.

Neue Systeme im Feld

Fuel Barrels kommen als Umgebungsinteraktion dazu, und der SAM-Turret erweitert die Field Upgrades als Antwort auf Luft-Killstreaks wie UAV und Counter-UAV. Die Killstreak-Auswahl wird breiter und greift stärker auf die MW4-Multiplayer-Liste zu, wobei die stärksten Optionen selten bleiben. Recon-Kontrakte werfen jetzt einen einmalig nutzbaren Insight-Killstreak ab, mit dem ein Squad den nächsten Gaskreis vorab einsehen kann. Supply-Run-Kontrakte geben einen einmaligen Rabatt plus eine aufgewertete Kaufstation mit exklusiven Gegenständen.

Zum Start läuft Resurgence Quads, Casual Resurgence Quads rotiert während des Testzeitraums hinein. Beide Playlists sind im Live-Spiel vorübergehend abgeschaltet – ein recht direkter Weg, die Resurgence-Spielerschaft in den Test zu schieben.

Warum der Reset für die Quoten zählt

Infinity Ward hat unabhängig davon Anpassungen an der Zielhilfe für die Open Beta bestätigt, nachdem Rückmeldungen aus dem Early-Access-Wochenende eingegangen waren. Zur deutlich lauteren Forderung rund um das skill-basierte Matchmaking bleibt das Studio still. Zusammen mit der neuen Bewegung heißt das: Sobald kompetitives MW4 anläuft, taugt die historische Form nur noch bedingt als Maßstab. Frühe Preise auf einem völlig neuen Build stützen sich erfahrungsgemäß eher auf Ruf als auf aktuelle Daten, und genau in dieser Lücke liegt meist der Wert, wenn man vor den ersten Majors Esports-Buchmacher vergleicht. Wer für den Übergang ohnehin ein neues Konto eröffnet, sollte vorher einen Blick auf die aktuellen Esports-Wettboni werfen, bevor der Kalender voll wird.

Die Open Beta endet am 1. September. Die vollständige Warzone-Integration folgt später im Jahr.

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